Junge Erwachsene sollen ein kulturverbundenes Leben führen können

Es ist nicht immer einfach, wenn der Schritt aus dem Studium oder der Berufsausbildung heraus erfolgen soll, denn damit geht ein radikaler Einschnitt im eigenen Leben einher. Bis zu diesem Zeitpunkt sind Jugendliche und junge Erwachsene stark in kulturelle Aktivitäten involviert, aber nun beginnt der Faktor Zeit ihnen diese Partizipation schwierig zu machen. Das Arbeitsleben und die Anforderungen an die Familie werden größer und so entsteht oft ein Vakuum, das immer weniger Zeit für kulturelle Aktivitäten zulässt. Am Ende verbannt man oftmals die Kultur aus dem eigenen Lebensrhythmus.

Es ist in diesem Zusammenhang wichtig, dass gerade für diese Zielgruppe Angebote geschaffen werden, die nachhaltig eine Teilnahme an kulturellen Prozessen ermöglichen können. Das bedeutet auch, auf die Lebenssituation einzugehen und einzuplanen, dass Kinder mit eingebunden werden müssen. Dies erfolgt am besten durch eine Betreuung, die während des Konzertes oder dem Rundgang durch die Ausstellung für genug Unterhaltung sorgt, damit die Eltern sich der Kultur auch einmal hingeben können und den Kopf frei haben. Da gibt es sicherlich viel Aufholbedarf in deutschen Kulturzentren.

In Saarlouis werden Bestrebungen für alle Gesellschaftsgruppen unternommen

Jeder soll an Kultur partizipieren können. Schon lange ist die Kultur kein Gut mehr, das einer kleinen elitären Gruppe vorbehalten werden konnte. Alle Menschen haben den Zugang zur Kultur und können sich daher auch in den entsprechenden Kreisen bewegen. Die Generation 20+ hat in Saarlouis die Möglichkeit, sich zu treffen und zu diskutieren, ganz so wie es die Vorgängergenerationen bereits getan haben.

Wem dies aber zu langweilig ist, der kann auch Brettspiele, Darts oder Billard spielen. Es stehen viele Möglichkeiten zur Verfügung, die einen kulturellen Austausch möglich machen können. Allein schon der Gang in das Kulturzentrum, um ein bisschen Freizeit mit Freunden zu genießen, bringt ja eine Nähe zur Kultur, die sonst nicht entstehen könnte. Das Kulturzentrum muss die Menschen abholen und zwar dort, wo die Menschen abgeholt werden wollen.

 

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